Taikai Deutschland 2008
Endlich war es soweit. Das Taikai Deutschland rückte unentwegt
näher. Mit jedem Tag stieg in uns die Vorfreude auf ein Ereignis,
welches wir in dieser Form noch nicht erleben durften. Für
uns „Grüngurte“ was es schon etwas ganz besonderes
– bisher hatten wir nicht die Möglichkeit ein Taikai
zu besuchen. Damit verbunden war hauptsächlich der Aufwand
einer Reise ins Ausland. Aber dieses Jahr waren wir in der glücklichen
Lage nun doch noch einem Taikai beizuwohnen – dem Taikai
Deutschland 2008.
„Fahrt zum Taikai. Für euch wird es ein einmaliges
Erlebnis sein, was es in diesem Ausmaß so schnell nicht
wieder geben wird und an welches Ihr euch später immer wieder
gerne zurückerinnern werdet...“
Dies waren die Worte unserer beiden Sensei Guido und Oliver als
wir uns einige Monate zuvor über das Taikai unterhielten.
Beeindruckt von dem Gedanken so viele Shihan einmal persönlich
zu sehen, stand schon früh für uns fest – „da
müssen wir hin“!!!
Bereits am Mittwoch den 30.04.08 traten wir die Reise Richtung
Reutlingen an. Trotz langer Stauphasen kamen wir gut gelaunt und
voller Trainingsdrang am Reutlinger Dojo an. Dort empfing man
uns sehr freundlich und beschrieb uns den Weg in das Taikai-Hotel,
wo wir die nächsten drei Nächte verbringen sollten.
Am nächsten Morgen begann endlich das Training. Beeindruckt
von der riesigen Teilnehmerzahl und der angenehmen Atmosphäre
freuten wir uns auf fesselnde und lehrreiche Trainingstage. Holger
Kunzmann eröffnete das Seminar mit einer kurzen Ansprache.
Danach ergriff Sveneric Bogsäter das Mikrofon und hielt eine
sehr bewegende Eröffnungsrede.
„Caretake this moment [...] It is time to really live your
Budo; [...]“
Diese Worte blieben uns noch lange im Gedächtnis und langsam
wurden wir uns über die große Bedeutung, welche dieses
Taikai für uns hat, bewusst.
Am ersten Tag wurde der Schwerpunkt auf die „Kata“
gerichtet.Die Trainingseinheiten waren sehr aufschlussreich und
interessant, da uns ein großes Spektrum an Techniken demonstriert
wurde. Ebenso war die Erfahrung mit Schülern aus ganz Deutschland
zu trainieren etwas ganz besonderes. Es half uns auch mal über
den Tellerrand zu schauen und trug bei jedem Einzelnen individuell
zur persönlichen Entwicklung bei. Neue Freundschaften mit
Schülern anderer Dojos, welche wir an diesen drei Tagen knüpfen
durften werden sicher noch lange währen und es ist ein schönes
Gefühl, auf spätere Seminare zu fahren, um Freunde zu
treffen.
Nach dem Training herrschte hauptsächlich Erschöpfung
in unseren Reihen. Aber der Gedanke an den einen oder anderen
Drink in der Taikaibar ließ die Müdigkeit schnell verfliegen
und wir schlossen den ersten Trainingstag in einer gemütlichen
Runde unter Freunden ab.
Der zweite Trainingstag stand im Zeichen der „Henka“.
Der Trainingstag wurde je in sechs Einheiten aufgeteilt. Durch
die durchdachte Planung des Taikai-Teams hatten wir die Möglichkeit
jede Stunde einen anderen Shihan erleben zu dürfen. Dadurch
hatten wir die einmalige Chance ein Feuerwerk an Impressionen
mitzunehmen. Obwohl zugegeben die Kondition am dritten Trainingstag
ein wenig nachließ, gaben wir noch mal unser Bestes, denn
das Hauptaugenmerk des heutigen Tages wurde auf das „Feeling“
gelegt. Wir versprachen uns viel von den heutigen Trainingseinheiten,
da immer wieder betont wird, dass das „Feeling“ im
Bujinkan Budo Taijutsu eine sehr wichtige und entscheidende Rolle
einnimmt. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die
Techniken, welche heute vorgestellt wurden, waren einfach nur
beeindruckend und die Zeit verflog wie im Flug.
Schließlich nährte sich auch das Training dieses Tages
dem Ende. Als besondere Überraschung durften zum Abschluss,
neben den Shidoshi, nochmal die Schüler zeigen, was sie von
den drei intensiven Trainingstagen mitgenommen haben. Dies war
eine sehr schöne Geste und man sah den Schülern, welche
nach vorne gebeten wurden, ihre Freude förmlich an.
Damit war der Trainingspart des Taikai Deutschland 2008 beendet.
Am Abend erwartete uns noch ein ganz besonderes Highlight –
„Die Taikaiparty“.
Wir schwärmen noch heute von dem erstklassigen Buffet dieses
Abends. Es war eine gute Möglichkeit nochmal in einer gemütlichen
Runde über die vergangenen Trainingstage zu reflektieren
und Erfahrungen auszutauschen. Nach dem guten Essen, überraschte
uns Holger noch mit Live-Musik. Für uns spielte extra eine
Gruppe, welche sich auf japanisches Trommeln spezialisiert hatte.
Damit war auch für Unterhaltung gesorgt.
Damit endete das Taikai Deutschland 2008. Abschließend
traf die Prognose unserer Sensei vor dem Taikai vollstens zu.
Dieses Taikai war für uns ein besonderes Erlebnis, von dem
wir uns noch lange erzählen werden und welches uns für
unseren zukünftigen Weg im Bujinkan Budo Taijutsu prägte.
An diesen drei Tagen hat einfach alles gepasst und unser besonderer
Dank gilt natürlich neben den Shihanen auch dem ausgezeichneten
Staffteam. Es war schon eine außerordentliche Leistung ein
so großes Event zu managen. Wir wurden wirklich sehr freundlich
von euch empfangen und ihr standet bei Fragen zur Verfügung.
Dafür nochmals unseren vollsten Dank und Respekt.
In der Hoffnung, dass ein vergleichbares Event in Deutschland
nochmals stattfinden wird
- David G. -

Die Taikai-Gruppe der Ninpo-Hamm (von links nach rechts)
Guido Schenkel, Dion Whitehead, Patrick Christoph, John Sellmann,
David G., Amelie Heine, Walter Henseler, Christian Bittersmann, Markus Schmidt, Oliver Heine