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+++ 04. - 05.09.2010 David Heald in Hamm +++ 25. - 26.09.2010 Guido und Oli in Flensburg +++
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Wyk auf Föhr 2008

Guido und Oliver leiteten in der Zeit vom 02. bis 03.02.08 ein Seminar auf Föhr.
Amelie, Bruno , Sandra und ich nahmen an dem Seminar teil. Gabi (meine Frau) nutzte die Gelegenheit für ein paar erholsame Tage auf Föhr und begleitete uns. Sie hat sich übrigens an den folgenden Tagen dann beim Fotografieren nützlich gemacht.

Freitag, 01.02.08

Guido, Gabi und ich fuhren bereits am Freitag, 01.02.08, schon los. Gestartet sind wir um 9.00 Uhr, da wir geplant hatten, schon am Nachmittag auf Föhr zu sein und so schon einmal die Örtlichkeiten zu erkunden.

Leider verlief die Fahrt durch das stürmische Wetter schon recht ungemütlich. Kritisch wurde es dann hinter Hamburg (es war jetzt so gegen 12.00 Uhr – Mittagsnachrichten mit Wetterbericht). Hier hörten wir dann voller Entsetzen, dass z. Z. keine Fährverkehr Richtung Föhr läuft. Zunächst herrschte unter uns erst mal Ratlosigkeit, was tun? Aber recht schnell war entschieden: Weiterfahren und dann mal Schauen! Zur Not könnten wir ja immer noch nach Flensburg, um dort evtl. die Nacht zu verbringen. Also fuhren wir erst mal der stürmischen See weiter entgegen. Gegen 14.00 Uhr kamen wir in Dagebüll an und der erste Blick viel auf die Abfahrtafel und welch eine Freude, die nächste Fähre fährt so gegen 14.30 Uhr. Also rucki zucki Auto parken, Klamotten raus, Fahrkarten besorgen und ab mit dem Shuttlebus zur Fähre. Wir hatten wirklich super Glück, denn es war die 1. Fähre, die an diesem Tag fuhr und niemand konnte sagen, ob später noch einmal eine fahren würde. – Es war einfach nur Klasse!! Jetzt konnten wir uns schön gemütlich einen Kaffee und das erste Matjesbrötchen bestellen.

 

Nach der Überfahrt waren wir dann auch schnell in unserer Ferienwohnung angekommen (Taxifahrer sei Dank). Wir waren sehr zufrieden, denn die Wohnung war richtig gemütlich und super ausgestattet, so dass es keine Frage war, dass wir uns hier die nächsten Tagen wohl fühlen konnten. Besonders Klasse war, dass das Haus über ein Schwimmbad und eine Sauna verfügte. Das wollten wir dann in den nächsten Tagen noch richtig genießen.

Abends ging es zum Essen in das Restaurant „Alt Boddixum“. Hier war es schon etwas sehr speziell, denn die Kellnerin war ziemlich resolut und gab uns genaue Anweisungen wie wir z. B. unser Essen vertilgen sollten (ACHTUNG: Kapitänsteller isst man immer von links nach rechts!!!). Nach diesem kulinarischen Ereignis trieb es uns noch in einen Pub. Hier konnten wir dann noch gemütlich etwas trinken, und was für meine Frau und für mich nicht unwichtig ist und zu einem gelungenen Abend zwingend dazu gehört „Rauchen“ (die Zigarren warteten schon auf Guido und mich). Danach war die Welt wieder in Ordnung und der Sturm vergessen.

 

Samstag, 02.02.08

Wir waren schon sehr gespannt, ob Amelie und Oliver sowie Sandra und Bruno wohl mit der Fähre übersetzen konnten, doch auch das hat geklappt. Sie kamen zwar nach einer durchfahrenen Nacht ziemlich müde und abgekämpft an, doch es hinderte niemanden sich seine Tasche zu schnappen und ab zum 1. Seminartreffen zu laufen.

Hier in der Sporthalle trafen wir auf einen kleine Gruppe von Menschen. Dennis war mit einigen Mitstreitern aus Flensburg angereist und Dennis (Föhr) freute sich, dass seine Leute zahlreich erschienen waren.

So starteten wir nach eine kurzen Begrüßung auch gleich mit dem Training zum Thema „Sanchin“.

Arnaud hatte dieses Thema ja schon bei seinem Seminar in Hamm angefangen und wir übten noch einige weitere Techniken und ein paar zusätzliche Henka. Dadurch, das nicht alle beim Arnaud-Seminar da waren, war es ein guter Einstieg. Guido und Oliver legten ein rasantes Tempo vor. Nach der verdienten Mittagspause haben wir dann mit Shuko und Shuriken weitergemacht. Das war sehr interessant und hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Das Training an diesem 1. Tag endete dann aber mit einem absoluten Höhepunkt, denn zum Ende dieses Trainings stand eine Prüfung von Dennis (Föhr) an. Er wurde nach der Prüfung mit dem 1. Dan (Shodan) ausgezeichnet. Er hat nach meiner Meinung eine wirklich gute Prüfung abgelegt. Er strahlte – nach ganz kurzer anfänglicher Nervosität – eine große Ruhe und Ausgeglichenheit aus. Man merkte
Ihm das Lehren der vergangenen Jahre an. Die Techniken waren kurz, knapp und präzise – ohne Schnörkel, was mir besonders und ich glaube Guido und Oliver und den anderen auch gut gefiel. Bruno griff ihn dann noch mit dem Bocken an und Dennis zeigte die entsprechenden Abwehrtechniken, was auch sehr gut war.

Dann war es auch soweit, die Prüfung war beendet und er gehörte ab jetzt zu den Dan-Trägern. Tosender Beifall brach aus und es freuten sich wirklich alle für ihn, dass er diese Prüfung so souverän bestanden hatte.

Anschließend wurden noch einige Farbgurte aus Föhr graduiert. Außerdem wurde die gute Arbeit und der Trainingsfleiß auf Föhr betont. Dies war wirklich ein guter Abschluss des ersten Seminartages.
Nochmal herzlichen Glückwunsch von allen, doch die Verantwortung wächst mit.

Nun ging es zurück zu unseren Ferienwohnungen – und jetzt nur noch ab in die das Schwimmbad und anschließend noch in die Sauna, um vor dem anstehenden Abendessen noch ein wenig zu relaxen. Amelie, Sandra, Olli und Bruno war nun wirklich schon echt kaputt, den die letzte Nacht und der anstrengende Seminartag waren schon nicht so ohne.

Das Abendessen fand dann in geselliger Runde beim einzigen Chinesen auf Föhr statt. – Aber anschließend gab es nur noch eins „ab nach Hause und die nächste Nacht ausschlafen“.

Sonntag, 03.03.08

Am Sonntag, dem 2. Seminartag, ging es nach einem ausgiebigen Frühstück wieder gemeinsam zu Fuß zur Halle. Hier ging es auch gleich ohne große Vorreden los. Zunächst waren einige Wiederholungen vom Vortag angesagt und anschließend arbeiteten wir dann schwerpunktmäßig weiter mit dem Seil ( Shogei) und den Shuriken. Olli und Guido zeigten uns sehr interessante Sachen mit dem Seil. Wir merkten aber alle sehr schnell, dass ausdauerndes Üben erforderlich ist, um diese Vielfältigkeit und Sicherheit zu erreichen. Es ist außerdem eine sehr gefährliche Waffe, die mit Vorsicht zu genießen ist. Alle waren mit viel Spaß dabei und die Zeit verging viel zu schnell.

Die letzten 2 Stunden haben wir dann noch mit dem Kurzschwert ( Kodachi )geübt und auch hier merkten wir sofort, dass Timing, Distanz und ein sicheres Auge unverzichtbar sind, wenn man Erfolg haben will.
Alles in allem ist das Jahresthema Togakure-Ryu so vielfältig, dass es ein sehr ereignisreiches und interessantes Jahr werden wird. Ich persönlich bin schon sehr gespannt darauf, wie Pedro dieses Thema am 28./29. Juni angehen wird.

Doch auch dieser Seminartag hatte noch zwei ausgesprochene Highlights zu bieten.

Am Ende musste Sandra noch auf die Matte, um zu zeigen, was in ihr steckt. Nach einer kleinen Warmlaufphase kam auch ihre Sicherheit zurück und sie zeigte gute Techniken von den Übungen, die wir gelernt hatten. Sandra bekam dann auch ihre Graduierung zum 3.Kyu.


Zum guten Schluss musste noch Bruno auf die Matte und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass er das was gefordert wurde, hervorragend umsetzte und es dann sehr verdient hat, als 2. Dan das Seminar zu beenden. – Allen beiden „Herzlichen Glückwunsch“.

Im Abschlussgespräch wurde von Oliver und Guido noch einmal darauf eingegangen, dass Trainingsfleiß zum Einen und Ausdauer auf der anderen Seite der Schlüssel zum Erfolg ist. Ich möchte noch hinzufügen, dass Bescheidenheit und keine Missgunst untereinander ebenso wichtig sind. Denn so wie Soke sagt, sollte das Herz rein sein und der Verstand klar, wenn man den Weg des Buyinkan Budo Tai-Jutsu ernsthaft bestreitet.( Und dieser Weg hört nicht auf ).

Es war ein sehr schönes Seminar. Ich persönlich würde gerne wieder nach Föhr fahren und es wäre super, wenn dann noch mehr Leute mitfahren würden.

Für uns Hammer – Sauerländer und natürlich nicht zu vergessen 1 Bayerin - war es ja noch nicht vorbei. Wir hatten immerhin 2 Tage Urlaub drangehangen.

Nach unserem üblichen Rückweg nach dem Training nach Hause (mit Umweg durch ein Cafe und dem üblichen Einkauf bei Rewe) gingen wir zunächst einmal in den Pool und in die Sauna. Danach waren wir wieder fit genug, die Insel zu übernehmen. Wir starteten dieses Vorhaben zunächst mit einem ganz leckeren Essen in dem Restaurant „Alt Boldixum“.

Da ja hier Rauchverbot war, ging es natürlich anschließend wieder rüber auf die andere Straßenseite in den Pub.
Es war ein toller Abend, das Bier, diverse andere alkoholische Getränke und natürlich auch das Mineralwasser waren lecker. Die Zigarren schmeckten hervorragend und es wurde ein wenig später, so dass wir den Heimweg mit einem Taxi antreten mussten. Am nächsten Tag schwächelte nur Gabi ein wenig, wobei die einhellige Meinung am anderen Tag war, dass der Fisch vom Vorabend wohl daran Schuld gewesen sein musste!!


Montag, 03.03.08

Nach leichten Anlaufschwierigkeiten, aber trotzdem gestärkt mit einem kräftigen Frühstück, ging es dann gemeinsam zu einem schönen Spaziergang zum Südstrand
und am Wasser zurück zum Ort, wo wir dann diverse Geschäfte unsicher machten. Es war eine schöne Shoppingtour und einige von uns haben auch noch nette Schnäppchen erstanden.

Um diese Jahreszeit sind allerdings noch einige Geschäfte, Cafes und Restaurants geschlossen. Aber wir hatten ja mittlerweile schon unser Stammrestaurant das „Alt Boldixum“ und unseren „Pub“, wo wir auch an diesem Abend wieder landeten. Aber bevor wir unseren Schlemmerabend starten, ging es zunächst wieder nach Hause in den Pool und die Sauna.

Im Pub wurden wir dann doch noch kurz daran erinnert, dass ja Rosenmontag war. Vier verkleidete – leicht! alkoholisierte Damen fielen in den Pub ein, sangen ein paar schmutzige Lieder und verschwanden wieder.

Wir hatten einen schönen, ruhigen Abend. Diesmal fast ohne Alkohol, aber mit Zigarren! Der Abend vorher war wohl doch noch ein wenig in unseren Köpfen (und Mägen!). Auch diesmal entschieden wir uns für den Rückweg für ein Taxi, da wir doch alle sehr müde waren und schnell in unsere Betten wollten.

Dienstag, 04.03.08

Nach dem Frühstück war nun das Packen angesagt, denn um12.30 Uhr lief unsere Fähre aus. Aber es klappte alles hervorragend. Auf der Fähre haben dann die Fischliebhaber ihr letztes leckeres Matjesbrötchen genossen. Eine letzte Stärkung für die Heimfahrt. Nach 5, 5 Stunden waren wir dann wieder in Hamm angekommen.

Fazit:

Es war ein tolles Seminarwochenende. Die 3 „geopferten“ Urlaubstage waren wirklich gut investiert. Wir haben auf der Insel nur nette, freundliche Menschen kennen gelernt. Dennis und seine Truppe sind ein netter Haufen. Das Umfeld und die Insel sind einfach nur schön. Ich glaube auch, dass der Zusammenhalt und das Verständnis füreinander und untereinander gestärkt wurden.
Gabi und ich hatten das ganze Wochenende das Gefühl in einer großen, netten Familie zu leben.

DANKE!
(bis zum nächsten Mal)

- Walter Henseler -

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