Wyk auf Föhr 2008
Guido und Oliver leiteten in der Zeit vom 02. bis 03.02.08 ein
Seminar auf Föhr.
Amelie, Bruno , Sandra und ich nahmen an dem Seminar teil. Gabi
(meine Frau) nutzte die Gelegenheit für ein paar erholsame
Tage auf Föhr und begleitete uns. Sie hat sich übrigens
an den folgenden Tagen dann beim Fotografieren nützlich gemacht.
Freitag, 01.02.08
Guido, Gabi und ich fuhren bereits am Freitag, 01.02.08, schon
los. Gestartet sind wir um 9.00 Uhr, da wir geplant hatten, schon
am Nachmittag auf Föhr zu sein und so schon einmal die Örtlichkeiten
zu erkunden.
Leider verlief die Fahrt durch das stürmische Wetter schon
recht ungemütlich. Kritisch wurde es dann hinter Hamburg
(es war jetzt so gegen 12.00 Uhr – Mittagsnachrichten mit
Wetterbericht). Hier hörten wir dann voller Entsetzen, dass
z. Z. keine Fährverkehr Richtung Föhr läuft. Zunächst
herrschte unter uns erst mal Ratlosigkeit, was tun? Aber recht
schnell war entschieden: Weiterfahren und dann mal Schauen! Zur
Not könnten wir ja immer noch nach Flensburg, um dort evtl.
die Nacht zu verbringen. Also fuhren wir erst mal der stürmischen
See weiter entgegen. Gegen 14.00 Uhr kamen wir in Dagebüll
an und
der erste Blick viel auf die Abfahrtafel und welch eine Freude,
die nächste Fähre fährt so gegen 14.30 Uhr. Also
rucki zucki Auto parken, Klamotten raus, Fahrkarten besorgen und
ab mit dem Shuttlebus zur Fähre. Wir hatten wirklich super
Glück, denn es war die 1. Fähre, die an diesem Tag fuhr
und niemand konnte sagen, ob später noch einmal eine fahren
würde. – Es war einfach nur Klasse!! Jetzt konnten
wir uns schön gemütlich einen Kaffee und das erste Matjesbrötchen
bestellen.
Nach
der Überfahrt waren wir dann auch schnell in unserer Ferienwohnung
angekommen (Taxifahrer sei Dank). Wir waren sehr zufrieden, denn
die Wohnung war richtig gemütlich und super ausgestattet,
so dass es keine Frage war, dass wir uns hier die nächsten
Tagen wohl fühlen konnten. Besonders Klasse war, dass das
Haus über ein Schwimmbad und eine Sauna verfügte. Das
wollten wir dann in den nächsten Tagen noch richtig genießen.
Abends ging es zum Essen in das Restaurant „Alt Boddixum“.
Hier war es schon etwas sehr speziell, denn die Kellnerin war
ziemlich resolut und gab uns genaue Anweisungen wie
wir z. B. unser Essen vertilgen sollten (ACHTUNG: Kapitänsteller
isst man immer von links nach rechts!!!). Nach diesem kulinarischen
Ereignis trieb es uns noch in einen Pub. Hier konnten wir dann
noch gemütlich etwas trinken, und was für meine Frau
und für mich nicht unwichtig ist und zu einem gelungenen
Abend zwingend dazu gehört „Rauchen“ (die Zigarren
warteten schon auf Guido und mich). Danach war die Welt wieder
in Ordnung und der Sturm vergessen.
Samstag, 02.02.08
Wir waren schon sehr gespannt, ob Amelie und Oliver sowie Sandra
und Bruno wohl mit der
Fähre
übersetzen konnten, doch auch das hat geklappt. Sie kamen
zwar nach einer durchfahrenen Nacht ziemlich müde und abgekämpft
an, doch es hinderte niemanden sich seine Tasche zu schnappen
und ab zum 1. Seminartreffen zu laufen.
Hier in der Sporthalle trafen wir auf einen kleine Gruppe von
Menschen. Dennis war mit einigen Mitstreitern aus Flensburg angereist
und Dennis (Föhr) freute sich, dass seine Leute zahlreich
erschienen waren.
So starteten wir nach eine kurzen Begrüßung auch gleich
mit dem Training zum Thema „Sanchin“.
Arnaud hatte dieses Thema ja schon bei seinem Seminar in Hamm
angefangen und wir übten noch einige weitere Techniken und
ein paar zusätzliche Henka. Dadurch, das nicht alle beim
Arnaud-Seminar da waren, war es ein guter Einstieg. Guido und
Oliver legten ein rasantes Tempo vor. Nach der verdienten Mittagspause
haben wir dann mit Shuko und Shuriken weitergemacht. Das war sehr
interessant und hat mir persönlich sehr gut gefallen.
Das
Training
an diesem 1. Tag endete dann aber mit einem absoluten Höhepunkt,
denn zum Ende dieses Trainings stand eine Prüfung von Dennis
(Föhr) an. Er wurde nach der Prüfung mit dem 1. Dan
(Shodan) ausgezeichnet. Er hat nach meiner Meinung eine wirklich
gute Prüfung abgelegt. Er strahlte – nach ganz kurzer
anfänglicher Nervosität – eine große Ruhe
und Ausgeglichenheit aus. Man merkte
Ihm das Lehren der vergangenen Jahre an. Die Techniken waren kurz,
knapp und präzise – ohne Schnörkel, was mir besonders
und ich glaube Guido und Oliver und den anderen auch gut gefiel.
Bruno griff ihn dann noch mit dem Bocken an und Dennis zeigte
die entsprechenden Abwehrtechniken, was auch sehr gut war.
Dann war es auch soweit, die Prüfung war beendet und er
gehörte ab jetzt zu den Dan-Trägern. Tosender Beifall
brach aus und es freuten sich wirklich alle für ihn, dass
er diese Prüfung so souverän bestanden hatte.
Anschließend wurden noch einige Farbgurte aus Föhr
graduiert. Außerdem wurde die gute Arbeit und der Trainingsfleiß
auf Föhr betont. Dies war wirklich ein guter Abschluss des
ersten Seminartages.
Nochmal herzlichen Glückwunsch von allen, doch die Verantwortung
wächst mit.
Nun
ging es zurück zu unseren Ferienwohnungen – und jetzt
nur noch ab in die das Schwimmbad und anschließend noch
in die Sauna, um vor dem anstehenden Abendessen noch ein wenig
zu relaxen. Amelie, Sandra, Olli und Bruno war nun wirklich schon
echt kaputt, den die letzte Nacht und der anstrengende Seminartag
waren schon nicht so ohne.
Das Abendessen fand dann in geselliger Runde beim einzigen Chinesen
auf Föhr statt. – Aber anschließend gab es nur
noch eins „ab nach Hause und die nächste Nacht ausschlafen“.
Sonntag, 03.03.08
Am Sonntag, dem 2. Seminartag, ging es nach einem ausgiebigen
Frühstück wieder 
gemeinsam
zu Fuß zur Halle. Hier ging es auch gleich ohne große
Vorreden los. Zunächst waren einige Wiederholungen vom Vortag
angesagt und anschließend arbeiteten wir dann schwerpunktmäßig
weiter mit dem Seil ( Shogei) und den Shuriken. Olli und Guido
zeigten uns sehr interessante Sachen mit dem Seil. Wir merkten
aber alle sehr schnell, dass ausdauerndes Üben erforderlich
ist, um diese Vielfältigkeit und Sicherheit zu erreichen.
Es ist außerdem eine sehr gefährliche Waffe, die mit
Vorsicht zu genießen ist. Alle waren mit viel Spaß
dabei und die Zeit verging viel zu schnell.
Die letzten 2 Stunden haben wir dann noch mit dem Kurzschwert
( Kodachi )geübt und auch hier merkten wir sofort, dass Timing,
Distanz und ein sicheres Auge unverzichtbar sind, wenn man Erfolg
haben will.
Alles in allem ist das Jahresthema Togakure-Ryu so vielfältig,
dass es ein sehr ereignisreiches und interessantes Jahr werden
wird. Ich persönlich bin schon sehr gespannt darauf, wie
Pedro dieses Thema am 28./29. Juni angehen wird.
Doch auch dieser Seminartag hatte noch zwei ausgesprochene Highlights
zu bieten.
Am Ende musste Sandra noch auf die Matte, um zu zeigen, was in
ihr steckt. Nach einer kleinen Warmlaufphase kam auch ihre Sicherheit
zurück und sie zeigte gute Techniken
von
den Übungen, die wir gelernt hatten. Sandra bekam dann auch
ihre Graduierung zum 3.Kyu.

Zum guten Schluss musste noch Bruno auf die Matte und ich übertreibe
nicht, wenn ich sage, dass er das was gefordert wurde, hervorragend
umsetzte und es dann sehr verdient hat, als 2. Dan das Seminar
zu beenden. – Allen beiden „Herzlichen Glückwunsch“.
Im Abschlussgespräch wurde von Oliver und Guido noch einmal
darauf eingegangen, dass Trainingsfleiß zum Einen und Ausdauer
auf der anderen Seite der Schlüssel zum Erfolg ist. Ich möchte
noch hinzufügen, dass Bescheidenheit und keine Missgunst
untereinander ebenso wichtig sind. Denn so wie Soke sagt, sollte
das Herz rein sein und der Verstand klar, wenn man den Weg des
Buyinkan Budo Tai-Jutsu ernsthaft bestreitet.( Und dieser Weg
hört nicht auf ).
Es war ein sehr schönes Seminar. Ich persönlich würde
gerne wieder nach Föhr fahren und es wäre super, wenn
dann noch mehr Leute mitfahren würden.
Für uns Hammer – Sauerländer und natürlich
nicht zu vergessen 1 Bayerin - war es ja noch nicht vorbei. Wir
hatten immerhin 2 Tage Urlaub drangehangen.
Nach
unserem üblichen Rückweg nach dem Training nach Hause
(mit Umweg durch ein Cafe und dem üblichen Einkauf bei Rewe)
gingen wir zunächst einmal in den Pool und in die Sauna.
Danach waren wir wieder fit genug, die Insel zu übernehmen.
Wir starteten dieses Vorhaben zunächst mit einem ganz leckeren
Essen in dem Restaurant „Alt Boldixum“.
Da ja hier Rauchverbot war, ging es natürlich anschließend
wieder rüber auf die andere Straßenseite in den Pub.
Es war ein toller Abend, das Bier, diverse andere alkoholische
Getränke und natürlich auch das Mineralwasser waren
lecker. Die Zigarren schmeckten hervorragend und es wurde ein
wenig später, so dass wir den Heimweg mit einem Taxi antreten
mussten. Am nächsten Tag schwächelte nur Gabi ein wenig,
wobei die einhellige Meinung am anderen Tag war, dass der Fisch
vom Vorabend wohl daran Schuld gewesen sein musste!!
Montag, 03.03.08
Nach leichten Anlaufschwierigkeiten, aber trotzdem gestärkt
mit einem kräftigen Frühstück, ging es dann gemeinsam
zu einem schönen Spaziergang zum Südstrand
und am Wasser zurück zum Ort, wo wir dann diverse Geschäfte
unsicher machten. Es war eine schöne Shoppingtour und einige
von uns haben auch noch nette
Schnäppchen
erstanden.
Um diese Jahreszeit 
sind
allerdings noch einige Geschäfte, Cafes und Restaurants geschlossen.
Aber wir hatten ja mittlerweile schon unser Stammrestaurant das
„Alt Boldixum“ und unseren „Pub“, wo wir
auch
an
diesem Abend wieder landeten. Aber bevor wir unseren Schlemmerabend
starten, ging es zunächst wieder nach Hause in den Pool und
die Sauna.
Im Pub wurden wir dann doch noch kurz daran erinnert, dass ja
Rosenmontag war. Vier verkleidete – leicht! alkoholisierte
Damen fielen in den Pub ein, sangen ein paar schmutzige Lieder
und verschwanden wieder.
Wir 
hatten
einen schönen, ruhigen Abend. Diesmal fast ohne Alkohol,
aber mit Zigarren! Der Abend vorher war wohl doch noch ein wenig
in unseren Köpfen (und Mägen!). Auch diesmal entschieden
wir uns für den Rückweg für ein Taxi, da wir doch
alle sehr müde waren und schnell in unsere Betten wollten.
Dienstag, 04.03.08
Nach
dem Frühstück war nun das Packen angesagt, denn um12.30
Uhr lief unsere Fähre aus. Aber es klappte alles hervorragend.
Auf der Fähre haben dann die Fischliebhaber ihr letztes leckeres
Matjesbrötchen genossen. Eine letzte Stärkung für
die Heimfahrt. Nach 5, 5 Stunden waren wir dann wieder in Hamm
angekommen.
Fazit:
Es war ein tolles Seminarwochenende. Die 3 „geopferten“
Urlaubstage waren wirklich gut investiert. Wir haben auf der Insel
nur nette, freundliche Menschen kennen gelernt. Dennis und seine
Truppe sind ein netter Haufen. Das Umfeld und die Insel sind einfach
nur schön. Ich glaube auch, dass der Zusammenhalt und das
Verständnis füreinander und untereinander gestärkt
wurden.
Gabi und ich hatten das ganze Wochenende das Gefühl in einer
großen, netten Familie zu leben.
DANKE!
(bis zum nächsten Mal)
- Walter Henseler -