Seminar am 24. - 25. Mai in Bad
Reichenhall

Am Freitag morgen
um 7.00 Uhr fuhren Guido, Olli und ich (Walter) mit dem Zug nach Bad
Reichenhall. In Kassel Wilhelmshöhe trennten sich erst einmal
unsere Wege, denn Guido und Olli fuhren mit dem ICE nach München
und von dort mit dem Auto und Amelie weiter nach Bad Reichenhall. Ich
war gerade in meiner Pension angekommen, da ging auch schon das
Telefon und wir verabredeten uns zum Essen im Ort. Von diesem
Zeitpunkt an hatten Sebastian und Ralf das perfekte Timing für
das gesamte Wochenende übernommen. Nach dem leckeren Essen
gingen wir noch gemeinsam (Sebastian, Ralf und Sonja, Achim und
Susanne, Olli und Amelie, Guido und ich) in einen Biergarten, um noch
einen kleinen Schlaftrunk zu uns zu nehmen. Danach war der Tag auch
gelaufen und ich war froh als ich in meiner Pension war.
Samstag morgen um
10:30 Uhr fing das Seminar an. Sebastian, Ralf und andere hilfreiche
Geister trafen sich schon um 9:00 Uhr um Vorbereitungen in der Halle
zu treffen, wie Aufbau des Schreins,

Matten auslegen
und andere wichtige Sachen. Die Dojofahne war erst am Tag vorher
fertig geworden und Ralf und Sebastian waren froh, sie zum Seminar
einsetzen zu können. Das Thema war Ten Chi Jin Ryaku No Maki und
Bokken. Die Inhalte des Ten Chi Jin sind so vielseitig und
tiefsinnig, dass man etliche Seminare damit ausfüllen könnte.
Ich hatte ohnehin das ganze Wochenende das Gefühl, dass ohne
Basis sowohl menschlich, als auch das Bujinkan (technikmäßig)
betreffend in einer Sackgasse endet. Timing, Distanz und Balance
standen wieder einmal wie schon so oft im Mittelpunkt des ganzen
Geschehens. Aber alle waren mit Eifer dabei, um das erste Seminar mit
Olli und Guido gemeinsam zu erleben. Das Training mit Amelie, Ralf,
Sebastian und Achim machte sehr viel Spaß und war auch von
einer gesunden Härte, was allen zu gefallen schien.( Ninjutsu
ist ja auch kein Murmelspiel ) Ralfs Frau Sonja hatte eine der
wichtigsten Aufgaben überhaupt übernommen,

denn sie stand
hinter der Videokamera und war damit auch gut ausgelastet. Ihr Sohn
Tom war auch dabei und hat uns auch die zwei Tage immer gut
unterhalten. Es war sehr angenehm ihn dabei zu haben. In der
Mittagspause gingen die meisten in die nah gelegene Gastronomie, Aldi
oder zum Bäcker, um sich für den Nachmittag zu stärken.
Zum Ende wurden noch zwei Schüler zum 8. Kyu graduiert, und der
Adrenalinpegel noch einmal nach oben getrieben. Aber das war noch
nicht alles, denn Sebastian musste noch alles auf bieten und zeigen,
was in ihm steckt und wurde zum Schluss nach guter Leistung zum 4.
Dan graduiert. Noch einmal herzlichen Glückwunsch aus Hamm. Aber
dann war es geschafft und alle waren froh, den Gi nach einem
schweißtreibenden Tag auszuziehen und sich langsam auf einen
heiß ersehnten Abend auf der Padinger-Alm zu freuen.



Es waren Tische
von Ralf und Sebastian reserviert worden und man konnte von dort
einen wunderbaren Blick auf Bad Reichenhall und das Berchtesgadener
Land genießen. Das Essen war klasse, die Getränke kalt und
die Zigarre von Achim schmeckte hervorragend. Dem gibt es nichts
hinzuzufügen, außer dass es dann noch einen Pallatschinken
gab, den ich mir aber mit Amelie geteilt habe, weil einfach nicht
mehr rein ging.... Wer noch nie von einem Pallatschinken gehört
hat, dem empfehle ich, nächstes Jahr mitzufahren, es war einfach
geil. Gegen 23:30 Uhr war Schluss und ich glaube alle waren froh ins
Bett zu kommen. Ich war es auf alle Fälle.
Nach einem guten
Frühstück am anderen Morgen in meiner Pension „Haus
Färber“ ging ich dann um 9:30 Uhr herüber zur
Trainingshalle (200 m), da es um 10:00 Uhr wieder weiterging. Alle
anderen kamen auch pünktlich und natürlich topfit, um sich
noch einmal so richtig zu quälen (schmunzel). Schwerpunkt war
Bokken, Tanto und Seil. Es dauerte ein bisschen, bis der Schwergang
aus den Knochen heraus war. Olli und Guido zeigten wie immer sehr
interessante Techniken, die uns von der Koordination einiges
abverlangte. Aber wie im wirklichen Leben wächst der Mensch mit
der Aufgabe und wir waren glaube ich alle ganz zufrieden. Die kurzen
Pausen füllte ich damit aus, indem ich mit Tom (Ralfs und Sonjas
Sohn) Bodenkampf auf den Matten in der Mitte der Halle machte. Es
machte uns beiden sehr viel Spaß. Er war hart im nehmen und ich
glaube, die Nachtruhe war auch sichergestellt. Um 14:30 Uhr war dann
Trainingsende, denn Olli, Guido und Amelie mussten mit dem Auto noch
nach München fahren, damit die beiden mit dem ICE nach Hamm hin
kamen, denn der berufliche Alltag wartete schon morgens wieder.
Es war wieder so
ein Wochenende, wo es Spaß gemacht hat, dabei zu sein. Ein
Seminar ist immer auch etwas Besonderes. Auf der einen Seite ist es
die Technik und das Kämpfen mit dem Partner, was sehr viel Spaß
macht und auf der anderen Seite ist es die Menschlichkeit und das
Kennenlernen von netten Menschen, die das Leben bereichern.
Ich danke noch
einmal Sebastian, Ralf und Sonja für die herzliche Aufnahme und
dass sie uns (mir) das Gefühl gegeben haben, herzlich willkommen
zu sein.

Walter Henseler